Goondi crew
AAA Trainings- & Wettkampfsgeschehen
 
Hell of the West – Langdistanz 2km/80km/20km – Goondiwindi 4. Februar
 
Die 5stündige Busfahrt gab den Besuchern aus der Schweiz eine Kostprobe des australischen Outbacks. Durch Toowoomba und die trockene Region von Westqueensland in Richtung des Triathlonklassikers Hell of the West.
 
Empfangen vom trockenen, heissen Wind und der öden Umgebung fanden wir noch kurz Zeit für einen Ride und Run. Danach ging’s zur Registration und schon bald ab ins Bett. Tagwache war um 3 Uhr (!). Aber irgendwie schafften wir es, dass alle aus den Federn kamen und bereit waren, alles zu geben. Mit dem Rad legten wir 5km zum Rennstart zurück, es war stockdunkel!
Zum Beginn galt es 2km im Mcintyre River zu schwimmen. Es war immer noch recht dunkel und die Bäume & Äste am Ufer und das braune Wasser machten die erste Disziplin zu einem aussergewöhnlichen Erlebnis. Nebst der normalen Anstrengung hatte man noch mit Seegras und Holzstämmen zu kämpfen…

Von der AAA Gruppe führte Marc Widmer das Feld an, knapp dahinter Mitch Dean. Die beiden konnten eine kleine Lücke zu Pikey, Phil „Grizzly“ Kounty und dem Ami TJ Tollakson öffnen. Bei den Frauen zeigte Nicole „Stinger“ Hofer ihre Fortschritte im Wasser und kam als Erste vor Simi „Snake“ Bürli in die Wechselzone, weit vor dem restlichen Frauenfeld.

road to goondi
Die Radstrecke ist bekannt als flacher als flach, eine 80km lange Turnpoint Strecke. Schwer verständlich für unsere Schweizer Triathleten, dass man auf den australischen Strassen ständig Glasscherben und anderem Abfall ausweichen muss. Kennt man auf diesem Kontinent den Begriff Abfalleimer eigentlich nicht?!
 
Das Tempo von Mitch und TJ war für Youngster Marc etwas zu hoch, einzig Pikey ging mit den beiden Cracks mit. Jedoch zwang ihn eine hartnäckige Verletzung im Bein zur Aufgabe. Eine vernünftige Entscheidung im Hinblick auf den Ironman Australia in 8 Wochen.
Stinger Hofer zeigte erneut ihre gute Form und brachte ihr Rennen souverän durch. Nach dem Half Ironman in Tassie liess sie in ihrem erst zweiten Langdistanzrennen erneut ihr Talent aufblitzen. Simi the Snake absolvierte wie geplant ein solider Trainingstag und genoss die heissen Bedingungen (viel besser als der Schnee zu Hause…).

Schnell war klar, dass Mitch Dean das Ding durchzieht und TJ ungefährdet Zweiter wird. Beide befinden sich in der Vorbereitung auf den Ironman Malaysia in 3 Wochen. Marc & Grizzly pushten sich über die Laufdistanz und obwohl sie noch einige talentierte Age Group Athleten an sich vorbei ziehen lassen mussten, waren am Ende beide glücklich über das Geleistete.
 
Für unseren Coach Aardvark galt das Motto „Du kriegst, was du verdienst!“ Mit nur sehr sporadischem Training und wie immer wenigen Schwimmkilometern, ging’s im Rennen nicht so schnell wie gewünscht. Obwohl der Rennrhythmus fehlte, brachten die Erfahrung und die langjährige Basis Aardvark über die Runden. Der Schaden hielt sich in Grenzen. Gut sich einwenig unwohl zu fühlen, ein paar Blasen zu haben und 5 Minuten auf Stinger Hofer eingesackt zu haben… Trotzdem war es gut, das Rennen, welches ich seit 10 Jahren im Kopf hatte und nie gemacht hatte, nun endlich gefinsht zu haben.
 
Alles in Allem ein geglücktes Rennen. Mal abgesehen davon, dass man von den Organisatoren angeschrieen wurde und man den Reissverschluss beim Laufen trotz höllischer Hitze (36 Grad!) bis auf den letzten Millimeter zuschliessen musste. Mehr Infos zum ansonsten freundlichen Event im Outback unter www.hellofthewest.com.au

 

simi on the obi obi
Sunshine Coast Hinterland Trainingscamp – Mapleton. Australia Day Wochenende
3 harte, aber erlebnisreiche Tage im wunderschönen Hinterland & den Nationalparks. 12 Athleten, darunter Gäste aus Cairns, Brisbane und unsere Pro Athleten aus der Schweiz waren mit von der Partie.
 
Tag 1: FR 26.Feb (Australia Day)
 
Ein kühler Morgen mit Nebelbänken über der Range liess Zweifel aufkommen, ob wir uns wirklich mitten im Sommer befinden würden? Die 120km lange Ausfahrt mit zahlreichen Aufstiegen und Abfahrten ist eine der Schönsten im Südosten von Nordqueensland. Rund um Maleny fanden wir immer wieder hartnäckige, steile Rampen und schliesslich galt es noch als Dessert die 3km lange Obi Obi Strasse rauf zufahren. Oder besser gesagt zu laufen… Ja, richtig gehört! Nur Bryn mit seiner 39x25 Übersetzung meisterte den Aufstieg mit einem Lächeln im Gesicht. Musste danach aber während 2 Tagen sein Knie mit diversen Mitteln pflegen…
Vor dem Lunch in der Taverne von Mapleton, absolvierten wir noch ein 40minütiges Run-Off.
Nachmittags gings für einen lockeren 2km Swim runter zum Baroon Pocket Dam, wo wir nochmals 40 Minuten die Gegend im National Park mit unseren Laufschuhen unsicher machten.
Puhh – ein harter, aber eindrücklicher erster Tag.

oz day camp maleny
Tag 2: SA 27. Feb
 
Tagwache war um 7 Uhr. Schon fast ausschlafen, aber da es hier oben etwas frischer ist, können wir unser Training später beginnen. Der 2stündige (oder mehr…) Dauerlauf durch den National Park von Mapleton zum Lake Baroon war schlichtweg atemberaubend. Rauf und runter, durch Regenwaldtäler verdiente sich jeder die Abkühlung im See und der Stop in der Bäckerei in Montville mit Café und Scones. Am Nachmittag setzten wir uns für 2 Stunden aufs Rad. Anzufügen sei, dass wir unten an der Obi Obi Strasse starteten. Für kein Geld nochmals dort rauf… So ganz locker war auch diese Ausfahrt nicht und so konnte man beim Abendessen einige müde Gesichter bestaunen.

maleny coffee
Tag 3: SO 28.Jan
 
Gestartet wurde in Kenilworth, von dort ging’s 120km durchs Mary Valley vorbei an Imbil, Kandanga und Amamoor. Über den Highway nach Traveston, ins Hinterland von Noosa und schliesslich nach Pomona zum wohlverdienten Caféhalt. Neben einigen Frühumkehrern muss vor allem die Story von Big Grizzly erzählt werden. Zutiefst in seinen Träumen versunken, merkte er erst weit nach Gympie, dass es wohl etwa an der Zeit wäre umzukehren. Natürlich waren wir schon zurück zur Unterkunft gefahren, als Grizzly in Kenilworth eintraf. Genau, das hiess für ihn nach 5 Stunden, nochmals rauf die Obi Obi Strasse. Ihr hättet sein Gesicht sehen müssen, als er bei uns ankam…

Zu Schade, dass es Pläne gibt, das Mary Valley zu überfluten und somit die Wasserknappheit zu bekämpfen. Wir genossen eine tolle Sonntagmorgen Ausfahrt mit wenig Verkehr auf ruhigen Strassen und einzigartiger Umgebung. Aber wer fragt schon uns Radfahrer…
Zum Schluss machten wir nochmals ein 40minütiges Run-Off auf den Kieswegen rund um Mapleton.

Viele landschaftliche Highlights, 2 solide lange Radausfahrten und ein 2Std.+ Lauf im Gelände. Dazu gutes Essen in der Taverne in Mapleton. Einfach ein rundum gelungenes Wochenende!